Anreise:
Wednesday, January 17th 2007, 15:05 by wuzDas Auto war wirklich voll und mit voll meine ich nicht ein bis zur Decke voll gestopftes Auto mit dem man in den Winterurlaub fährt sondern eine packtechnische Glanzleistung von unserer Seite. Da wir dann doch später als erwartet zum Abfahren kamen wurde der geplante Alkoholeinkauf aufgeschoben. Ursprünglich hatten wir gedacht erst das Auto zu packen und dann den Rest mit Alkohol aufzufüllen. („oh ihr Narren“ mag sich so mancher Leser an dieser Stelle denken).
[Mel] Wuz war mal so brav, das bisher Erlebts zusammenzufassen. Ich überarbeite seine Posts jetzt und werd ein paar sinnvolle Kommentare und vor allem Bilder einfügen.
Gleich mal zur Anreise: Wir haben uns ja auf eine Anregung meiner Eltern hin dafür entschieden, über Nacht mit einem Autoreisezug von Wien nach Hamburg zu fahren. War eine super Idee und hat wunderbar geklappt!
[Wuz] Von mir ist es wahrlich nicht weit zum Westbahnhof und somit waren wir auch das zweite Auto in der Warteschlange zum Verladen. Der Rest ist denkbar unspektakulär, noch ein kurzes Essen und ein Biernoteinkauf von Mellis Seite und dann machten wir uns auf in Richtung Zug wobei wir diesmal wohl eher zu den letzten gehörten, vor uns wurde bereits eifrig gerannt und unsere Hostess erwartete uns schon eiligst.
Unsere Kabine war einfach nur klein und eng, im ersten Moment haben wir auch gedacht dass die Kabine nur für eine Person gedacht ist und ich war kurz davor nach der zweiten zu fragen, aber unsere nette Bahnbegleiterin ist uns zuvor gekommen mit den Worten: „Ruft mich wenn ich das zweite Bett runterklappen soll!“. Da hat man eigentlich in 6er Abteilen wie man sie von Klassenfahrten kennt mehr Platz, aber so sei es. Neben dem geringen Platz kam auch noch einiges an Hitze hinzu sodass wir bei offenen Fenster schliefen, das war geräuschpegelbedingt nicht die optimale Lösung aber es schien das geringere Übel.
Der Rest der Fahrt verlief problemlos und unspektakulär und so kamen wir pünktlich in Hamburg an. Dort killte ich erstmal meinen Reißverschluss worauf ich die nächsten 2 Tage mit einer Jacke verbringen sollte die sich nicht gescheit verschließen ließ, es war aber eh längst Zeit für eine neue und das war dann auch das erste was ich mit Einkäufen und Mellis Buddy erledigte, aber dazu später. Nachdem wir das Auto auf einen Parkplatz gestellt und unser Gepäck neu adjustiert hatten, gingen wir endlich unsere Alkoholmission an um die netten Zollbestimmungen unserer schwedischen Freunde voll auszunützen. Leider gab es auf diesem Drecksbahnhof [Mel: Hamburg-Altona] nur einen Lidl der furchtbaren Alkohol besitzt, so ein Malibu oder ein anständiges Bier wären doch toll, also beschlossen wir unterwegs noch mal zu halten.
Vom Bahnhof aus auf die Autobahn zu kommen gestaltete sich als überaus schwierig, navigationstechnisch waren wir voll ausgerüstet, aber der Verkehr war äußerst zäh, da nutzt auch eine dreispurige Fahrbahn nichts mehr. Wie sich nach knapp 60 Minuten herausstellte dürfte ein Unfall der Auslöser für den Stau gewesen sein, jedenfalls sahen wir ein einsames Polizeiauto welches zwei Spuren sperrte. Danach ging alles ohne Probleme und es sollte auch die letzte Verzögerung gewesen sein.
In Hamburg wollten wir keine Sekunde mehr verlieren und haben auch hier nicht Alkohol gekauft. Auf der Autobahn wollte ich dann einmal etwas schneller fahren (ich muss sagen die Deutschen sind meine Lieblingsautofahrernation) und ehe wir uns versahen waren wir schon am Hafen von Puttgarden wo wir mit einem fröhlichen „Moin Moin“ begrüßt wurden. Die nette Kassierdame wollte auf unser Nein zum Rückfahrtticket wissen was man denn 5 Monate in Dänemark mache, wir haben ihr auf die Sprünge geholfen, ich glaube sie hat uns nur bemitleidet. Die Fähren der Scandlines sind etwas größer als ich mir das vorgestellt habe (ist halt doch anders als eine „Fähre“ in Malaysien).
Auf der Fähre gab es auch einen netten Alkoholstore, wir beschlossen dort nach dem Essen einkaufen zu gehen. Leider wird der Shop früh vorm Anlegen geschlossen und wir mussten zu unseren Autos zurückkehren.
Von Dänemark haben wir nicht viel mitbekommen (sieht alles ruhig und nett aus) und das obwohl uns TomTom kurz vor Helsingor von der Autobahn runter ins Umland geholt hat. Dadurch haben wir aber für 15 Minuten die kaffigsten Ortschaften ever zu Gesicht bekommen, dagegen ist selbst das Irenental eine Metropole (sorry, den Vergleich hat an dieser Stelle eh jeder erwartet). Idyllische Ziegelbauten wohin man schaut.
[Mel] Da hat sich Wuz jetzt ein bissl vertan. Die kaffige Gegend durch die wir (wahrscheinlich als erste Österreicher in der Geschichte dieser Einöde) gefahren sind hat sich in Deutschland befunden, irgendwo bei Puttgarden in der Nähe. So oder so war das was wir von Dänemark gesehen haben (sprich: Autobahnen) nicht viel spannender.
[Wuz] Die zweite Fähre erreichten wir ebenfalls genau zum richtigen Zeitpunkt und so lautete das nächste Festland Schweden! Das Wetter wurde auch mit jedem zurückgelegten Kilometer grässlicher, das aber nur am Rande.
January 26th, 2007 at 13:16
hej!
kann es denn sein, dass wir mit dem selben autozug gefahren sind? abfahrt am montag 19:50 wien west? nur dass wir eben bis zum endbahnhof (berlin-wannsee) weitergefahren sind und uns für den günstigeren liegewagen (6er-Abteil) entschieden haben…
January 26th, 2007 at 19:25
Naja wir sind eigentlich am Dienstag gefahren. 16.1.2007, 19:50, Westbahnhof, ganz genau. Dann halt nach Hamburg-Altona statt nach Berlin-Wannsee, der Zug wird halt irgendwann in der Nacht getrennt…
Wir sind mit Sparschiene gefahren was die Tickets wirklich extrem billig gemacht hat; Storno oder Änderung der Buchung war dadurch allerdings unmöglich (zum Glück halt eh nicht nötig).
PS: Schön dass du unser Blog liest. ;)
February 1st, 2007 at 14:13
ja, wir nahmen auch die sparschiene, tolle sache!