Wie
Wednesday, March 7th 2007, 17:49 by wuzMit solchen Gedanken muss sich Karl XI. von Schweden wohl beschäftigt haben als er 1679 einen Flottenstützpunkt gründete, welcher später eben zu dieser wundervollen Stadt werden sollte. Jedenfalls beschlossen wir zusammen mit Barbara (POL) und Mareike (GER) diesen idyllischen Teil Schwedens in Form eines netten Samstagsausflugs zu besuchen.
Die Anreise erwies sich als denkbar unspektakulär, ermöglichte uns aber einigen nette Impressionen schwedischer Landschaft zu erhalten.
In Karlskrona angekommen führte uns unser erster Weg zum Tourismuszentrum wo uns eine nette Dame (welche in Zell am See den Beruf des Skilehrers ausübte!) über die Möglichkeiten aufklärte. Zunächst wurde zwecks weiterer Stärkung ein sehr nettes Café aufgesucht, wirklich lecker. Hab ich eigentlich schon erwähnt dass es die Schweden lieben sämtliche Nahrung in möglichst viel Sauce zu ertränken? Das sollte sich auch bei den Süßspeisen nicht ändern, was in diesem Fall auf den Geschmack durchaus keine negative Auswirkungen haben sollte, den Transport des leckeren Essensguts aber durchaus erschwerte.
[Mel] Wuz hat die Vanillesauce unkonventionellerweise zur Verschönerung seiner Jeans eingesetzt.
Danach ging es auf eine kleine “Insel” und später in die nach dem großen Feuer von 1790 noch übrig gebliebene Altstadt, einfach malerisch schwedisch.
Im Zentrum:
Nachdem wir eine Weile herumgeirrt sind beschlossen wir die befahrbaren Inseln auszukundschaften und in Gebiete vorzudringen die sehr unberührt wirkten. So fuhren wir über Senoren, Stürko und landeten schließlich in Tjürko.
Nachdem wir kurz die Landschaft auf uns einwirken ließen und Barbara Spaß mit Leitern und Booten hatte ging es zurück nach Karlskrona. Wir waren genau im Zeitplan (1h) bevor das Marine-Museum seine Pforten schließen sollte. Für das gut ausgestattete Museum kann man sich aber durchaus mehr Zeit nehmen, neben einigen interessanten Exponaten gibt es auch einen kleinen Tunnel der Einblicke in die Ostsee gewähren sollte. Leider war bedingt durch die Wasserqualität aber nicht soviel zu sehen. Da es sich hierbei scheinbar um ein „modernes Museum“ handelt gibt es auch Unterhaltungsmöglichkeiten für die kleinen. So konnte man mit einer Kanone virtuell ein Schiff versenken oder sich zum Beispiel auch lustig verkleiden (Thx Barbara for your fotos!).
Den Abschluss unserer Reise stellte ein Besuch der Insel Aspö dar, deren Erreichbarkeit mit einer kostenlosen Fähre garantiert wurde. Uns erwartete eine weitere idyllische Insel, bei den malerischen Häusern dachte ich zuerst an Sommerresidenzen, aber wie ich aus zuverlässiger Quelle weiß sind scheinbar 50% der Häuser über die komplette Saison bewohnt. Im Sommer stelle ich mir das Leben hier aber durchaus sehr nett vor. Leider öffnet das hier zu bewundernde Schloß eben nur in dieser besagten Jahreszeit und so blieb uns nur die Außenbesichtigung. Weiters zweifle ich an der Uneinnehmbarkeit dieses Castles da sogar Kinder die Mauern erklimmen konnten und uns erschrecken wollten, was ihnen aber nicht geglückt ist. Leider haben wir nicht bedacht dass die Fähre am Abend nur zu jeder vollen Stunde fährt, also vertrieben wir uns noch etwas die Zeit mit dem lustigen Zettel-am-Kopf-Spiel.
Zu guter letzt wurde noch eine Pizza zur Stärkung vor der Heimreise eingenommen (ein Gericht dass man hier in Schweden wohl echt nicht in angemessener Qualität bekommt, dafür billiger als die sonstigen Möglichkeiten). Dann ging es schon wieder zurück ins schöne Växjö.
Für einen Tagesausflug ist Karlskrona aber auf alle Fälle zu empfehlen!

