Archive for June, 2010

Poker

Friday, June 25th 2010, 18:57 by wuz
Datum Mel’s Rank Wuz’s Rank Spieleranzahl
27.2.2007 3. 1. 9
13.3.2007 3. 4. 7
13.3.2007 1. 2. 8
19.3.2007 2. 1. 6
26.3.2007 8. 1. 8

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Russland

Friday, June 25th 2010, 18:54 by wuz

Wir haben hier jetzt praktisch den 30. Mai aber vom sommerlichen Wetter keine Spur, ich werde den regnerischen Tag nützen um den Bericht unserer Russlandreise voranzutreiben, einer muss es ja tun.

Mittwoch 4. April 2007

Kaum eine Nacht in Helsinki und schon ging es nach dem Frühstück auf in Richtung St. Petersburg. An der russischen Grenze kam dann erstmal so richtig Entdeckerstimmung auf, niemand wusste genau welche Gefahren jenseits der Grenze auf die heldenhafte Truppe warten würden. Die Grenzkontrolle verlief aber denkbar unspektakulär (außer dass wir ungefähr an 3 verschiedenen Stellen unsere Pässe inkl. Visa herzeigen mussten) auch unsere amerikanischen Freunde wurden keiner speziellen Behandlung unterzogen, für kurzzeitigen Unterhaltung sorgten nur die ewig grimmig dreinblickende Soldaten und die keine Miene verziehenden und an Zeiten des KGB erinnernden Damen hinter den Kontrollschaltern. Kaum die Grenze passierend wurde es auch schon russisch, da unsere drei Reisebusse nicht unweit vom Kontrollgeschehen zu einem Parkplatz einbogen wo schon ein Minibus mit einem verschmitzt lächelnden Russen auf uns wartete und es nur hieß „Forest Market!“, kurz darauf stieß sogar noch ein zweites Auto voll mit höchstwahrscheinlich illegalem Gut dazu. Somit konnte der Proviant mit Vodka, Zigaretten und Schokolade aufgestockt werden. Es ist ja allseits bekannt dass man hier Alkohol nur an Orten erwerben sollte die halbwegs vertrauenswürdig erscheinen, und so verzichteten Mel und ich (preislich war es auch nicht so der Hammer), aber bis jetzt geht es noch allen gut. Ich denke unsere Busfahrer die uns alle zu dem Parkplatz gebracht haben stiegen am besten aus dem Deal aus.

Nach einigen Stunden Fahrt erreichten wir schließlich St. Petersburg. Gespannt blickten alle aus dem Bus auf exotische Dinge, von dem kyrillischen Alphabet angefangen, über abenteuerliche Häuser und Autos, über die ersten Passantengruppen zu den Sightseeing Spots - man durfte gespannt sein was die Reise mit sich bringt. Jeder Bus hatte einen Tourguide und Växjö stellte mit Catrin von der VIS einen sehr netten, definitiv aber zum ersten Mal in ihrem Leben dieser Beschäftigung nachgehenden, Guide. Mel hat sie etwas näher kennen gelernt und brennt sicher drauf mehr zu erzählen.

[Mel] Nö. :)

[Wuz] Wie auch immer, es war Catrins erste Aufgabe das Geld für die 4 optionalen Programme einzutreiben, und zu verkünden dass Nummer 1 (Canal Cruise) auf den nächsten Tag verschoben wurde. Mel und ich nahmen natürlich heldenhaft an jedem Programm teil.
Der check-in in den Hotels sollte sich jedes Mal als äußerst langwierige Prozedur erweisen, dafür handelte es sich auch um gigantische Komplexe wo 150 Studenten dermaßen untergehen dass man gut daran getan war sich die wichtigsten Zimmernummern zu besorgen. Das Hotel für St. Petersburg war das Azimut (vormals Sovetskaya) welches wieder sehr gut war, durchaus mit europäischen Standards mithalten konnte und erstaunlich wenig braunes Wasser aus den sanitären Anlagen lieferte. Unser Zimmer war übrigens in dem beliebten Puff-Stil gehalten.

Da wie gesagt kein optionales Programm auf dem Plan stand ging es erstmal ans Gegend erkunden und Nahrung beschaffen. Für Russland hab ich leider kein Kartenmaterial so mussten wir diesmal ohne GPS Unterstützung auskommen, aber dank diversen Karten, freundlichen Personal an der Rezeption und markanten Orientierungspunkten (Neva River) auch kein so großes Problem. Naja, zu diesem Zeitpunkt vielleicht doch, jedenfalls bogen wir in das erste asiatische Restaurant das wir in einer Seitenstraße neben dem Hotel finden konnten ein. Die an diesem Abend beschäftigte Belegschaft hat sichtlich den Ausbildungstag “was tue ich wenn 30 Studenten auf einmal in mein Lokal kommen” geschwänzt. Ebenso den Englischunterricht, das Essen war aber dermaßen mies dass dies auch keine Rolle mehr spielte.

[Mel] Zu ihrer Verteidigung muß ich sagen daß einige von uns auch durchaus zufrieden waren. Wiederkommen wollten sie dann aber doch nicht. 

[Wuz] Danach ging es schon an die Abendplanung, wir haben netterweise diverses Infomaterial bezüglich Clubs und Restaurants ausgehändigt bekommen.

So begaben wir uns guter Hoffnung zum Griboedov Club der in einem ehemaligen bomb shelter situiert war. Klingt ja nicht so übel, dafür verlangten die netten Herren am Eingang mehr als das doppelte als unser Informationsmaterial besagte. Natürlich waren wir uns der Tatsache bewusst dass es hier in Russland hoch offiziell zwei Preiskategorien gibt, in manchen Restaurants findet man ganz unverblümt eine Preisspalte für Touristen und eine für Einheimische. Da wir aber noch andere Clubs auf unsere Liste hatten beschlossen wir den Club Metro aufzusuchen, diese Mission wurde dann aber auch verworfen und unsere Truppe beschloss den weiteren Tag zum relaxen und kleineren Feiern im Hotel zu nützen und die big Parté auf Morgen zu verschieben.

Donnerstag 5. April 2007

Selbstverständlich hieß es während der gesamten Reise Morgenstund hat Gold im Mund, zum Glück war das Frühstück in den Hotels meistens so gut dass es sich auch lohnte aufzustehen. Das Frühstück im Azimut kann sogar getrost als der König aller Frühstücke betrachtet werden, zumindest wenn man in den Trakt geht wo das Hauptfrühstück angesiedelt ist, da werden frische crêpes und pancakes (mit Zutaten die man sich aussuchen kann) zubereitet und auch sonst lässt das Buffet keine Wünsche offen.

Danach ging es auch schon mit Sightseeing los, Highlights waren sicher die Auferstehungskirche und natürlich dann der Besuch des Eremitage (Hermitage Museum) welches sich wahrhaftig als eines der größten Kunstmuseen der Welt bezeichnen darf und Vergleiche unter anderem mit dem Louvre in Paris nicht zu scheuen braucht. Etwas Geduld für die Schlange am Eingang sollte man mitbringen, die anschließende Besichtigung beansprucht dann aber ohnehin mehrere Stunden.

Am Abend kam es dann tatsächlich zum Canal Cruise auf dem Neva River. Begleitet wurde das ganze von eine ziemlich auf Touristen ausgelegte Tanz und Gesangseinlage und es wurde russischer Champagner (Vodka) und auch “normaler” Champagner serviert. Eine ausgezeichnete Idee das Reiseveranstalters, ich würde auch ohne Bedenken zig Studenten und Studentinnen auf mein Boot laden und dann Vodka aushändigen. Die Rundfahrt war auf alle Fälle sehr idyllisch und Sankt Petersburg bei Sonnenuntergang am Neva River sollte man auch gesehen haben. Beim Verlassen des Schiffes gab es sogar zufällig ein abschließendes Feuerwerk. Spätestens jetzt wurde es Zeit die Preparty hinter sich zu lassen und zur Mainparty überzugehen. Diesmal waren sich die meisten über die Destination einig: Metroclub in einer alten Fischfabrik. Wohl der Clubs mit den unfreundlichsten Sicherheitskräften ever, aber wenn man ihnen auch brav den letzen Kaugummi aushändigt alles halb so wild. Der Club war jetzt nicht so spektakulär aber cool wie viel Leute sich von uns hier eingefunden haben und ich konnte auch erstmal wirklich mit Leuten von den anderen Unis austauschen. Etwas neidisch bin ich schon dass diese wohl eine größeres Einzugsgebiet haben, zumindest konnten diese mit Studentinnen aus Australien und Neuseeland aufwarten. Ich kenne in Växjö genau einen Australier, der sich selbst nicht einmal sicher ist ob es den zweiten mysteriösen Australier überhaupt gibt. Wie auch immer es sollte ein sehr, sehr lustiger und intensiver Abend werden.

Freitag 6. April 2007

Am nächsten Morgen stand dann ein weiteres kulturelles Highlight auf dem Programm, nämlich der Katharinenpalast inklusive rekonstruiertem Bernsteinzimmer. Schlafen wurde einstweilen hauptsächlich auf die Busfahrten verlegt wobei uns das akustische Album von Joey Cape and Tony Sly gute Dienste erwies. Der Palast ist jetzt vielleicht nicht so spektakulär aber auf alle Fälle einen Besuch wert. Den Rest des Tages hatten wir dann frei und wir nutzen dies um die Stadt generell etwas anzusehen. So fuhren wir mit der tiefsten Metro der Welt und warfen ein Blick von der Isaaks Kathedrale auf die Stadt. Von hier wurden wir dann auch von den Bussen abgeholt und es sollte die berüchtigte Übernachtfahrt nach Moskau folgen, aber mehr dazu im nächsten Blogeintrag.