Orientation
Friday, January 19th 2007, 16:52 by wuz[Mel] Freitag war der erste der 2 Welcome Days, und es ging zeitig los. Kalt wars inzwischen doch schon ziemlich, Schnee gabs aber noch keinen. Hier sind wir mit diversen Universitätsgebäuden im Hintergrund und unser Wohnhaus aus 2 Perspektiven:
[Wuz] 10:00 in der Früh war eine harte Zeit aber wir wurden wirklich nett im Hörsaal empfangen, alles perfekt durchorganisiert. Zu der Uni-Einrichtung muss man sagen dass alles viel schöner als bei uns ist. In den Hörsälen die wir bisher zu Gesicht bekommen haben waren die Sitze leicht gepolstert und der ausklappbare Tisch ist auch nicht zu verachten. Nach der ersten Willkommensrede durch den Vizekanzler der Uni wurden wir aufgefordert uns alle vorzustellen.
Mel dachte zuerst an „Hi I’m Stefan and I’m an elk“, ich dachte an die erste offizielle Partykundmachung, aber wir sind ja so erwachsen und stellten uns mit der Standardfloskel vor.
[Mel] Da hat Wuz mich mißverstanden. Es war halt so .. 170 Exchange Students, und einer nach dem anderen steht auf und sagt “Hi, my name is X, and I’m from Y”. Ich wollte mich zumindest mit “Hi, my name is Stefan, and I’m an alcoholic” vorstellen. Habs dann aber eh nicht gemacht.
[Wuz] Folgende Nationen fallen mir spontan ein: Deutschland, Österreich [Mel: Oberösterreicher, insgesamt 7], Spanien, USA, Finnland, Lettland, Frankreich, Holland, Korea, Mexiko, etc. Ganz gute Mischung, was auffällt ist allerdings das Fehlen von Südamerikanern und Engländern. Nach zahlreichen Infos vom International Office gab es erstmal Lunch (Universitätskantine ist wahrlich ausgezeichnet).
[Mel] Ja, das Essen war wirklich fein. Ungewohnt aber sicher sinnvoll ist übrigens der Usus, sein Geschirr nach dem Essen selbst zu trennen und Essensreste zu entsorgen:
[Wuz] Danach gab es einen Vortrag von dem Polizeibeamten im légèren blauen Hemd (eine Polizeischule ist übrigens auch hier angesiedelt). Die Schweden haben manchmal lustige Vorstellungen: es darf wohl echt niemals schneller als 110km/h gefahren werden, Alkoholgrenze liegt bei 0,02 und bereits bei leichten Überschreitungen gibt es harte Strafen. Dann gab es noch etwas Abschreckung bezüglich sexual harrassment gegenüber Schwedinnen.
Es folgten noch weitere Vorträge – besonders heiß erwartet war der Vortrag „Love & Relationships in Sweden“. Okay wir hatten uns echt mehr erwartet. Nachdem es mit Hilfe des Publikums gelungen war die Präsentation zu starten, gab es ein paar lustige bildliche Darstellungen und es wurde versucht mit schwedischen Klischees aufzuräumen. Eigentlich null Informationsgehalt. Zumindest gibt es bei der Nurse gratis Kondome, meine stille Bemerkung „Austrian sized?“ brachte zumindest Mel und die Spanier zum Lachen.
[Mel] Zusätzlich zu diesem eher trockenen Programm stellten sich dann außerdem die Studentenpubs und die Nations, auf die Thomas später nochmal zu sprechen kommt, vor:
Zu letzterem Foto gibts auch ein Video, das man sich wirklich runterladen und anschaun sollte! Es geht dabei um die Vorstellung der “Westcoast Nation”:
Achja, dieser unschwer als “Künstler” zu erkennende Kollege stellt auch noch eine Student Association vor, die regelmässig Filme zeigt:
Am frühen Abend fuhren wir dann noch mit Mareike, einer Deutschen, in die Stadt, bissl was einkaufen. Hm OK, das interessiert eigentlich niemanden. Bin schon still.
[Wuz] Anyway, am Abend stand dann erstmal Stallarna auf dem Programm, das ist eines der drei großen Studentenpubs. Als wir so um ca. 21:30 ankamen war noch überhaupt nichts los, nach und nach gesellten sich ein paar Exchange-Students dazu die wohl auch alle zu früh da waren. Langsam füllte sich der Laden aber, und ich denke wir werden hier noch viel Spaß haben; ansonsten halt verwirrend viele Leute getroffen.
[Mel] Zu dem Pub noch: Es gab eine wirklich gute Liveband. Musikalische Erziehung wird in Schweden angeblich sehr stark gefördert (bitte das mit Österreich zu vergleichen) und das wird wohl auch der Grund sein, warum so viele tolle Bands aus Schweden kommen.
Außerdem muß jetzt einmal erwähnt werden, das in Schweden in sämtlichen öffentlichen Räumen Rauchverbot herrscht; zusätzlich darf in den Wohnungen am Campus auch nicht geraucht werden. (In den Lokalen muß man halt ins Freie rausgehen wenn man rauchen will.) Was soll ich sagen? Es ist wunderbar nach einem langen Abend im Pub nach Hause zu kommen und nicht wie ein lebender Aschenbecher zu riechen. Tolle Sache, wirklich.
[Wuz] Am nächsten Tag ging es dann weiter mit „Orientierung“, unter anderem auch eine Campus- und City-Tour.
[Mel] Vorher haben sie sich noch was nettes einfallen lassen: Wir mußten alle einen Zettel ausfüllen (erste Eindrücke, was erwarte ich mir, etc…) und dieser Zettel wird uns dann in 5 Monaten, wenn wir heimgefahren sind, per Post zugeschickt. Lustig.
[Wuz] Einen kleinen Dialog von der Campus-Tour will ich euch nicht vorenthalten:
Guide: In Sweden it is very common that people go to a fika…
Wuz, Mel: hihi (leise)
Guide: Everytime you can ask a frind for a fika…
Wuz, Mel: haha
Guide: You can do a fika in the morning…
Wuz, Mel: hoho
Auf alle Fälle wollten die anderen Exchangestudents auch wissen was so lustig war und nachdem der Sachverhalt erklärt wurde, ging es weiter im Programm. Unser Guide war übrigens die sehr nette aus Deutschland stammende Ramona die uns auch bei der Ankunft zum International Office geführt hatte.
Sie hat dann irgendwas in der Art gesagt: „Wieso muss ich bei meiner ersten Führung auch deutschsprachige in der Gruppe haben.“
Danach kam ein Italiener mit folgenden Wort zu uns: „In Italy fika means pussy…“
Es geht doch nichts über Völkerverständigung.
[Mel] Und Fika bedeutet halt soviel zu Kaffee & Kuchen, Plausch, Tratsch, … Scheint ein häufiges und sehr informelles Treffen zu sein.
[Wuz] Am Abend gab es Vorglühen bei Mels Buddy und dann ging es in Sivans, auch das zweite Pub überzeugte. Interessant dass in Schweden Black Jack im Keller eines Studentenpubs angeboten wird.
[Mel] Wir waren in Kalles Wohnung eingeladen, wo er mit seiner eigentlich griechischen Freundin Georgia wohnt. Außerdem waren Victor und Matti, 2 gute Freunde Kalles, dabei und bereits sichtlich angeheitert als wir auftauchten. Eine Freundin von Georgia war auch noch da.
Diese Pre-Partys sind in Schweden eine geheiligte Tradition, grundsätzlich geht man scheinbar abends nicht nüchtern außer Haus (wenn man an dem Abend in ein Pub geht zumindest). Analog gibt es auch After-Partys, was verständlich ist wenn man bedenkt dass die Pubs am Campus unter der Woche schon um 1, am Wochenende immerhin um 2 zu machen.
Ach, und zu dem Blackjack: Da steht wirklich ein schöner Tisch mit einer zwar studentischen aber doch professionellen Dealerin und man kann für ein Minimum von 10 Kronen (bissl mehr als 1 Euro) mitspielen. Eventuell gewonnene Chips kann man dann an der Bar in Bargeld umtauschen. Und das kurioseste daran: das ist legal!
Noch was: Auf der 20-Kronen-Banknote ist doch tatsächlich Nils Holgersson abgebildet! Ha!


January 25th, 2007 at 18:12
harhar, imma wieder lustig blogs zu lesen… brav weitermachen und staendig tippen…
thema rauchen: bin ja noch immer schwer dafuer das auch in oesterreich einzufuehren, vielleicht schaffma das ja noch dieses jahr *g* jetz stell dir vor melli, du gehst aus dem alt raus, fahrst nach haus und musst nicht gleich dein gewand verbrennen aufgrund des unfassbar grindigen kalten gestanks von rauch. quasi unvorstellbar *g*
btw. der italiener scheint nett zu sein *g* i want a fika!
und brav pokern da oben gell :)
lg aus wien
dom
January 25th, 2007 at 18:27
“this is for the guys” “chicks or honeybunnies”
Laeck-ear-beet-ar
omg bitte was is das fuer eine geile sprache *g* ich muss dorthin hehe
und der typ is ja auch sehr strange “YEAH!!!!!” lol
scheint ja sehr lu stig abzugehen dort oben :)
January 25th, 2007 at 19:48
schööööön, dass diese beinahe alte, aber zumindest sehr liebgewonnene tradition des blogs von euch so brav weitergeführt wird =) es ist wie immer sehr erheiternd zu lesen, und natürlich auch sehr interessant! ich wünsch euch weiterhin viel spaß & freu mich auf viele seiten zu lesen.
ganz liebe grüße
nika
January 29th, 2007 at 23:14
juhu Kommentare! Also poker wollen wir noch brav einführen, scheint unter den exchange-students noch nicht sooo der renner zu sein, haben aber auch schon die ersten turnieraushänge gesehen. Spielverrückt genug sollten sie sein wenn es sogar blackjack in den student-pubs gibt. Die sprache ist wirklich saugeil ;-)